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Flawil fördert die Wärmedämmung

Seit 2008 trägt Flawil den Titel Energiestadt. Energiestädte fördern erneuerbare Energien, umweltverträgliche Mobilität und setzen auf eine effiziente Nutzung der Ressourcen. Das Ziel ist es, den Energieverbrauch zu senken und parallel dazu den Ausstoss an CO2 (Kohlendioxid) zu reduzieren. Ein Instrument dazu sind die Energie-Fördermassnahmen. Neu wird die Wärmedämmung von Einzelbauteilen unterstützt.

Eine Thermografie bringt die Schwachstellen eines Gebäudes ans Licht. Bei den roten Stellen sind die Wärmeverluste am grössten.

In den Energie-Fördermassnahmen ist detailliert festgelegt, an welche Massnahme die öffentliche Hand welche Beiträge ausbezahlt und welche Bedingungen gelten. Die Energiestadt Flawil richtet weiterhin Beiträge aus für Sonnenkollektoren, Photovoltaikanlagen und für Energieberatungen. Befristet bis Ende 2018 ist die Sonderaktion Boilerentkalkung. Als neue Fördermassnahme wird die Wärmedämmung von Einzelbauteilen finanziell unterstützt. Sie ist auch Bestandteil des kantonalen Förderprogramms. Kommunale und kantonale Förderbeiträge sind kumulierbar. Und: Obwohl eine Wärmedämmung wertvermehrend ist, ist ein Steuerabzug möglich.

Energiebedarf kann halbiert werden

Ein älteres Gebäude verliert oft viel Wärme über die Gebäudehülle. Mit einer energetischen Modernisierung der Gebäudehülle kann der Energiebedarf des Gebäudes halbiert werden. Eine zeitgemässe Wärmedämmung sorgt für ein ausgeglicheneres Raumklima im Winter wie im Sommer. Während der Heizperiode bleibt die Oberflächentemperatur der Aussenwände im angenehmen Bereich. Das führt zu mehr Behaglichkeit in den Räumen und zu weniger Zuglufterscheinungen. Im Sommer schützt die Wärmedämmung davor, dass sich das Gebäude aufheizt und die Raumtemperatur zusätzlich steigt.

Beiträge pro Quadratmeter

Gefördert wird die Wärmedämmung der Bauteile Fassade, Dach sowie Wand und Boden gegen das Erdreich. Beitragsberechtigt sind bestehende, beheizte Gebäude, deren Bau vor dem Jahr 2000 bewilligt wurde. Der kommunale Beitrag beträgt 10 Franken je Quadratmeter wärmegedämmtes Bauteil. Pro Fördergesuch werden maximal 2500 Franken ausbezahlt. Der kantonale Förderbeitrag beträgt 40 Franken je Quadratmeter. Bei Förderungsbeiträgen von mehr als 10‘000 Franken muss ein Gebäudeenergieausweis des Kantons mit Beratungsbericht (GEAK plus) eingereicht werden. Fördergesuche sind jeweils vor Beginn der Sanierungsmassnahmen zu stellen. Weitere Informationen und die Gesuchsformulare sind unter der Rubrik «Aktuelles → Engagement → Energiestadt» zu finden.

Energieberater im Gemeindehaus

Jeweils am Freitagvormittag nimmt Energieberater Martin Künzler Beratungen in Energiefragen im Flawiler Gemeindehaus vor. Er befindet sich im dritten Stock im Büro 33. Er ist telefonisch unter der Nummer 071 394 17 72 oder via E-Mail erreichbar. Martin Künzler steht Privaten für niederschwellige Beratungen rund um das Thema Energie zur Verfügung.

Kommunale Fördermassnahmen

  • Sonnenkollektoren (pauschal 1000 Franken)
  • Photovoltaikanlagen (eingespeiste elektrische Energie 4,5 Rp./kWh; Abtretung des Herkunftsnachweis 7,0 Rp/kWh)
  • Wärmedämmung (10 Franken je Quadratmeter wärmegedämmtes Bauteil)
  • Energieberatung (kostenlos)
  • Boilerentkalkung (50 Prozent der tatsächlichen Kosten maximal 500 Franken; bei Boilerersatz gilt der gleiche Förderansatz; Sonderaktion befristet bis Ende 2018)