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Die Bürgerversammlung senkt den Steuerfuss auf neu 138 Prozent

Die Flawiler Stimmberechtigten haben an der Bürgerversammlung vom Dienstag, 27. November 2018, im Lindensaal über das Budget und den Steuerantrag 2019 entschieden. Beim Budget folgten sie dem Antrag des Gemeinderates. Beim Steuerantrag stimmte die Bürgerversammlung dem Antrag zu, den Steuerfuss um zwei Prozent auf neu 138 Prozent zu senken. Der Rat wollte ihn unverändert bei 140 Prozent belassen.

Mit grossem Mehr stimmte die Bürgerversammlung der beantragten Steuerfusssenkung um zwei Prozent zu.

Der Gemeinderat hat den Flawiler Stimmberechtigten an der Bürgerversammlung ein ausgeglichenes Budget 2019 präsentiert. Bei einem Gesamtaufwand und einem Gesamtertrag von jeweils rund 54,56 Millionen Franken hat die Gemeinde Flawil mit einem Ertragsüberschuss von 8200 Franken gerechnet. Zudem sollte der Steuerfuss von heute 140 Prozent auch im nächsten Jahr gelten. Bei der Diskussion über den Steuerantrag 2019 wurde der Antrag eingereicht, den Steuerfuss um zwei Prozent zu senken. Um den Haushalt trotzdem halbwegs ausgeglichen zu gestalten, war der Antrag mit einer Senkung des Budgetpostens «Allgemeines Strassenprogramm 2019» um 150‘000 Franken auf eine Million Franken verknüpft. Diese beantragte Senkung lehnten die Flawiler Stimmberechtigten mit 111 Nein-Stimmen gegen 68 Ja-Stimmen jedoch ab. Sie genehmigten das vom Gemeinderat unterbreitete Budget 2019. Dem eingereichten Antrag, den Steuerfuss um zwei Prozent auf neu 138 Prozent zu senken, stimmte die Bürgerversammlung jedoch mit grossem Mehr zu. Die zwei Steuerprozente entsprechen Mindereinnahmen von rund 360‘000 Franken.
Ungenutzt blieb das Traktandum 2, die Allgemeine Umfrage. An der Bürgerversammlung nahmen 192 Stimmberechtigte teil. Dies entspricht einer Quote von 3,17 Prozent.

Flawiler Preis 2018

Im Anschluss an die Bürgerversammlung wurde der Flawiler Preis 2018 an Heinz «Haro» Niedermann vergeben. Damit würdigt der Gemeinderat das jahrzehntelange Schaffen des 59-Jährigen in verschiedenen Flawiler Vereinen. Der Flawiler Preis beinhaltet einen Betrag von 1160 Franken, eine Urkunde und eine Skulptur. Heinz «Haro» Niedermann lässt das Preisgeld je zur Hälfte dem örtlichen Hilfsverein und dem b’treff zukommen. Die Laudatio in Versform hielt Hans Ruedi Fischer (fis), welcher Heinz «Haro» Niedermann vor 24 Jahren die «Chratzbörschte» verliehen hatte.

Die Übergabe des Flawiler Preises 2018 (von links): Laudator Hans Ruedi Fischer (fis), Gemeinderat Eddie Frei, Preisträger Heinz «Haro» Niedermann und Gemeindepräsident Elmar Metzger.