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Holz im Überfluss

Aufgrund des extremen Trockenjahres 2018 sind in der Ostschweiz viele Bäume am Borkenkäfer erkrankt und mussten gefällt werden. Da der Absatz für dieses «Käferholz» fehlt, ist eine beachtliche Menge noch immer nicht verkauft. Der Holzmarkt ist angespannt.

Eine beachtliche Menge von «Käferholz» ist noch immer nicht verkauft.

Der trockene Sommer war ein Paradies für die Borkenkäfer. Viele Bäume erkrankten und mussten deshalb gefällt werden. Im Jahr 2018 sind schweizweit 170'000 Festmeter (fm) Käferholz angefallen. Doch niemand will es kaufen. Die Holzindustrie ist bemüht, wo immer möglich, verblautes Käferholz in ihren Produkten unterzubringen. Waldbesitzer, insbesondere die Kleinprivatwaldbesitzer, sollten ihre Nutzung zurückstellen und kein Nadelholz auf den Markt bringen, soweit dies nicht mit der Käferbekämpfung im Zusammenhang steht. Auch vom Sturm Burglind im Januar 2018 herrührend sind immer noch rund 11'000 fm Fichtenrundholz unverkauft auf den Holzlagern. Oft tritt bei gelagertem Holz eine Wertminderung durch Pilze ein. Mit einer geeinten Zurückhaltung bei der Nadelfrischholz-Nutzung sollte sich die angespannte Lage auf dem Holzmarkt entschärfen lassen.

Borkenkäfer im Kanton St.Gallen

Im Kanton St.Gallen sind die Borkenkäferschäden nicht ganz so dramatisch wie in den angrenzenden Kantonen Thurgau oder Zürich. Einzelne Regionen sind stärker betroffen, namentlich das untere Toggenburg, das westliche Fürstenland sowie die Gemeinden Gams, Flums und Quarten. Das Kantonsforstamt St.Gallen rät den Waldeigentümerinnen und Waldeigentümern ihre Fichtenbestände im Frühling aufmerksam zu beobachten. Für Fragen betreffend fachgerechter Forstschutzmassnahmen sind die Revierförster vor Ort erste Ansprechpartner.