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Altlastensanierung am Beispiel des Lehmtobels

Die Arbeiten bei der Sanierung der Deponie Lehmtobel und beim Ausbau des Lehmtobelbachs verlaufen nach Plan. In der vergangenen Woche zeigte das Amt für Umwelt des Kantons St.Gallen den Medienschaffenden am Beispiel des Lehmtobels, wie aufwändig eine Altlastensanierung ist.

Im Lehmtobel kommt ans Tageslicht, was von 1910 bis 1960 in der damaligen Deponie «entsorgt» wurde.

Bis vor wenigen Jahrzehnten war es üblich, dass Gemeinden den Kehricht und andere Abfälle an Orten wie ehemaligen Kiesgruben, Geländemulden oder in einem Bachtobel deponierten. In Flawil kommt bei der Sanierung des Lehmtobels ans Tageslicht, was von 1910 bis 1960 in der damaligen Deponie «entsorgt» wurde. Aus diesem Grund hat das kantonale Amt für Umwelt in der vergangenen Woche die Medienschaffenden durchs Lehmtobel geführt und gezeigt, wie aufwändig und teuer eine Altlastensanierung ist. Sie haben von Magnus Hälg, Fachspezialist Abfall und Rohstoffe beim kantonalen Amt für Umwelt, von Bauleiter Cédric Künzle und von Gemeindepräsident Elmar Metzger erfahren, mit welchem Aufwand der Kehricht ausgehoben, der Lehmtobelbach offengelegt und das Gelände gesichert werden muss.
Die Bauarbeiten im Lehmtobel sind bis anhin problemlos verlaufen. «Wir kommen schneller voran als geplant», sagt Bauleiter Cédric Künzle. Bis Mitte 2020 sollen die Deponie saniert und der Lehmtobelbach offengelegt sein.

1800 belastete Standorte im Kanton St.Gallen

Im Kanton St.Gallen gibt es rund 1800 belastete Standorte. Etwa 570 Standorte wurden bisher untersucht. Davon wurden bisher 150 Standorte als sanierungsbedürftig beurteilt und gelten als Altlast. Gut die Hälfte ist bisher saniert worden. Etwa 44 Prozent aller belasteten Standorte entfallen auf Ablagerungsstandorte. Die belasteten Standorte sind in einem Kataster erfasst. Seit 2010 ist dieser öffentlich und unter www.umwelt.sg.ch (Thema Altlasten) abrufbar.