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Fledermausuntersuchungen in Flawil

Im Rahmen einer Masterarbeit finden in der Gemeinde Flawil Fledermausuntersuchungen statt. Das Projekt befasst sich unter anderem mit den Flugkorridoren von Fledermäusen in der Schweiz. Eine Nacht lang werden akustische Aufnahmen der Ultraschall-Echoortungslaute der Fledermäuse gemacht.

In der Schweiz sind 30 Fledermausarten heimisch. Obwohl sämtliche Arten bundesrechtlich geschützt sind, gelten mehr als die Hälfte aller Arten als «gefährdet» oder sogar als «vom Aussterben bedroht». Eine der grössten Gefahren für Fledermäuse ist der Verlust des natürlichen Lebensraums, welcher unter anderem durch die Zersiedelung oder durch den Ausbau von Strassen und Beleuchtungen unter Druck gerät.
Die eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) führt bereits seit 20 Jahren Untersuchungen zu den Fledermauspopulationen in der Schweiz durch. In zwei neuen Projekten sollen die Flugkorridore (der Weg vom Tagesquartier zum Jagdgebiet) von «Grossen Mausohren» und «Kleinen Hufeisennasen» erkundet werden. Ausserdem soll die Eignung von Wäldern als Jagdgebiete für die «Grossen Mausohren» untersucht werden. In Flawil befindet sich in der reformierten Kirche Oberglatt eine Wochenstubenkolonie der Fledermausart «Grosses Mausohr» mit schätzungsweise 280 Tieren. Diese Population eignet sich ausgezeichnet für die geplanten Untersuchungen. Deshalb werden im Zeitraum zwischen dem 27. Mai 2019 und dem 12. Juli 2019 während einer Nacht in Flawil akustische Aufnahmen der Ultraschall-Echoortungslaute der Fledermäuse gemacht. Da die Aufnahmen wetterabhängig sind, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch kein genaues Datum genannt werden. Insgesamt werden an 18 Standorten in der Schweiz akustische Feldaufnahmen gemacht.