Vandalismus am Oberstufenzentrum: Hausverbote und Schadenersatzforderungen für 26 Jugendliche

13. Mai 2026
In der Nacht vor dem letzten Schultag im Juli 2025 war eine Gruppe Schülerinnen und Schüler ins Oberstufenschulhaus eingedrungen und hat massive Schäden angerichtet. Die Gemeinde hatte bei der Polizei Strafantrag gestellt. Nun liegen für 26 Jugendliche rechtskräftige Strafbefehle vor. Sie haben von der Gemeinde ein Hausverbot und eine Rechnung für den entstandenen Schaden erhalten.

Bekanntlich ist Anfang Juli 2025 in der Nacht vor dem letzten Schultag der Abschlussklassen eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern ins Oberstufenschulhaus eingedrungen und hat Schäden im Umfang von mehreren zehntausend Franken angerichtet. Die Gemeinde hat dies bei der Polizei zur Anzeige gebracht.
Im November 2025 hat der Jugenddienst der Polizeiregion Fürstenland-Neckertal die Ermittlungen zu diesem Vandalismusvorfall abgeschlossen. Mehreren Jugendlichen konnte dabei eine Beteiligung nachgewiesen werden. Sie wurden bei der Jugendanwaltschaft angezeigt, wie die Kantonspolizei St.Gallen mitteilte. Diese führte die Strafuntersuchung und verhängte in der Folge verschiedene Sanktionen.
Abgesehen von wenigen Einsprachen ist dieses Strafverfahren inzwischen beendet. Für 26 Jugendliche liegt ein rechtskräftiger Strafbefehl vor. Es handelt sich bei allen um Schülerinnen und Schüler aus der letztjährigen 3. Oberstufe und zwar aus allen drei Schultypen: Klein-, Real- und Sekundarklassen. 15 Jugendliche wurden wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung, elf ausschliesslich wegen Hausfriedensbruch verurteilt. Die Täterinnen und Täter sind mit einer Busse bestraft worden. Dazu müssen sie für die Verfahrenskosten und den Schadenersatz für den ungedeckten Selbstbehalt der Schule aufkommen. Diesbezüglich sind die Forderungen der Versicherung - diese sind rund viermal höher als der Selbstbehalt der Schule - auf den Zivilweg verwiesen worden. Dieses Verfahren ist noch im Gange. Und schliesslich wurde gegen alle verurteilten Jugendlichen von der Schule ein Betretungsverbot der Schulanlagen für die Dauer von sechs bis zwölf Monaten ausgesprochen.

Die Arbeit geht weiter
Die Gemeinde ist erleichtert, dass der Fall aufgeklärt ist. Doch er ist noch nicht abgeschlossen, wie Schulpräsident Christoph Ackermann anfügt: «Wir legen nun aber nicht die Hände in den Schoss, sondern ziehen unsere Lehren daraus. Mit allen Schülerinnen und Schülern und deren Lehrpersonen werden wir weiter daran arbeiten, eine Schulkultur des gegenseitigen Respekts und des sorgfältigen Umgangs mit den schulischen Einrichtungen zu festigen».
Ergänzend werden die Sicherheitsrundgänge durch die Securitas verstärkt und an ausgewählten Punkten ist eine Videoüberwachung vorgesehen. Und Christoph Ackermann betont: «Zudem werden wir auch weiterhin alle Sachbeschädigungen konsequent zur Anzeige bringen.»
Im Hinblick auf den Schulabschluss vor den Sommerferien bittet die Gemeinde ausserdem Anwohnende von Schulhäusern, insbesondere der Oberstufe, bei Auffälligkeiten wie nächtlichem Lärm oder der Ansammlung von grossen Personengruppen über die Telefonnummer 117 direkt die Polizei zu kontaktieren.