Pilzsaison 2026 hat begonnen
Durch die Wälder laufen, Pilze sammeln und anschliessend ein köstliches Mahl zubereiten. So lautet der Plan vieler Pilzsammlerinnen und Pilzsammler. Doch vor dem Zubereiten müssen die Funde jeweils auf ihre Geniessbarkeit überprüft werden. Da dafür umfangreiches Wissen notwendig ist, gibt es Pilzkontrollstellen, die dieses Wissen vereinen und die Pilze in der Regel eindeutig bestimmen können. So kann verhindert werden, dass man sich selbst durch den Verzehr eines ungeniessbaren oder giftigen Pilzes in Gefahr bringt.
Pilzkontrolle bis 25. Oktober 2026
Für die Pilzkontrolle hat die Gemeinde Flawil seit 2017 eine Zusammenarbeit mit der Pilzkontrolle der Stadt Bischofszell. Flawiler Pilzsammelnde können ihre Pilze bis zum 25. Oktober 2026 jeweils dienstags, donnerstags und sonntags von 18.30 bis 19 Uhr im Pilzlokal beim Werkhof, Fabrikstrasse 28, in Bischofszell kostenlos prüfen lassen. Wie wichtig und beliebt die Kontrollmöglichkeit ist, zeigt ein Blick auf die Prüfergebnisse des letzten Jahres. In der Saison 2025 wurden 44 Kilogramm Speisepilze, 34 Kilogramm ungeniessbare und 1,7 Kilogramm giftige oder tödlich giftige Pilze von der Kontrollstelle geprüft.
Schwache Pilzsaison erwartet
Ob die Pilzsammelnden dieses Jahr auf ihre Kosten kommen, ist fraglich. Verschiedene Pilzexpertinnen und -experten berichten, dass wegen der anhaltenden Trockenheit mit einer sehr schwachen Saison gerechnet wird. Pilze brauchen unter anderem Feuchtigkeit, um zu gedeihen. Da diese gerade in den tieferen Waldgebieten bereits seit Längerem ausbleibt, konnten sich die Pilze nicht oder nur schlecht entwickeln. Daher sind beliebte Speisepilze wie Eierschwämmchen oder Steinpilze derzeit eher selten zu finden. Die Hoffnung stirbt aber bekanntlich zuletzt. Und ausserdem gilt: Wer mit leerem Korb zurückkehrt, hat wenigstens einen schönen Spaziergang genossen.