Hitzesommer: Wie wir unsere Gemeinde kühler machen können
Wasser und Begrünung spielen bei der Kühlung eine zentrale Rolle. Pflanzen sorgen durch Verdunstung für einen natürlichen Kühlungseffekt. Bäume spenden zusätzlich Schatten und tragen dazu bei, dass sich Strassen, Plätze und Gebäude weniger stark aufheizen.
Ein weiterer wichtiger Ansatz ist das Prinzip der Schwammstadt. Regenwasser soll durch versickerungsfähige Böden möglichst dort zurückgehalten werden, wo es anfällt, anstatt über versiegelte Flächen rasch in die Kanalisation abzufliessen. So kann Wasser direkt vor Ort gespeichert und während trockener Perioden für die Vegetation verfügbar gemacht werden. Gleichzeitig wird die Kanalisation bei Starkregen entlastet.
Kühlender Wasserspeicher
Besonders wertvoll sind begrünte und unversiegelte Flächen. Sie speichern weniger Wärme als beispielsweise Asphalt und wirken durch ihre Begrünung zusätzlich kühlend. Gleichzeitig kann Regenwasser versickern und im Boden gespeichert werden.
Auch auf privaten Grundstücken können einfache Massnahmen viel bewirken: Versiegelte Flächen können entsiegelt und begrünt, Bäume und Sträucher gepflanzt sowie Dächer und Fassaden begrünt werden. Regenwasser kann zudem in Regentonnen oder Fässern gesammelt und während trockener Perioden für die Gartenbewässerung genutzt werden.
Gemeinde unterstützt finanziell
Die Gemeinde möchte die Bevölkerung bei solchen Massnahmen unterstützen. Für Entsiegelungen und Begrünungen bietet die Gemeinde ein kommunales Förderprogramm an. Dieses ist unter www.flawil.ch/energiestadt zu finden.
Jede Massnahme zählt: ein zusätzlicher Baum, eine entsiegelte Fläche, ein begrüntes Dach oder eine Regentonne. Gemeinsam können solche Beiträge dazu beitragen, dass unsere Gemeinde auch bei langen Hitzeperioden angenehmer bleibt, Regenwasser besser zurückhält und für die klimatischen Herausforderungen der Zukunft gerüstet ist.