Ortsplanung Flawil – was aus der Mitwirkung geworden ist
Das Bundesamt für Wohnungswesen hat den Schlussbericht zum Projekt über die Ortsplanungsrevision in Flawil auf seiner Webseite publiziert. Dabei führt es Flawil als Referenzprojekt auf, also als Beispiel, von dem andere Gemeinden lernen können. Verfasst hat den Bericht Resilientsy, das Spin-off der ETH Zürich, das die Gemeinde durch den Prozess begleitet hat.
Einige bedeutende Fakten vorweg: Zu Beginn hielten es 63 Prozent der Teilnehmenden für richtig, das Ortszentrum durch mehr Einwohnende in Gehdistanz zu stärken. Am Ende der Mitwirkungsanlässe waren es sogar 93 Prozent. Ausserdem sank der Anteil der Unentschlossenen im gleichen Zeitraum von 35 auf 2 Prozent. Der Grund dafür war nicht Überzeugungsarbeit, sondern dass im Lauf der Anlässe konkret wurde, was die einzelnen Varianten für Flawil bedeuten. Hierbei hat die Gemeinde wichtige Erklärungen zum Projekt und zu Fachbegriffen liefern können. Es braucht keine Hochhäuser, gezielte fünf- bis sechsgeschossige Zonen im Zentrum genügen.
Der Bericht ist auch auf der Website www.flawil.ch/ortsplanungsrevision und auf der Projektseite https://www.ortsplanung-flawil.ch/ verlinkt.
Wie geht es weiter?
Die Gemeinde verfolgt die Entwicklung für ein belebtes und lebendiges Ortszentrums als 10-Minuten-Nachbarschaft weiter, also als Zentrum, in dem sich Einkauf, Schule, Arztpraxis, Café und Park in rund zehn Gehminuten erreichen lassen.
Verbindlich wird das nicht mit dem Bericht, sondern erst mit der Revision der Grundordnung, also mit Zonenplan und Baureglement. Dort wird festgelegt, wo künftig wie hoch und wie dicht gebaut werden darf. Die Flawiler Bevölkerung wird dazu wieder Gelegenheit haben, sich zu äussern. Die Gemeinde wird frühzeitig über die nächsten Veranstaltungen und Schritte informieren.